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Am 3.12.01 verloren wir den Kampf um unsere Tervueren Hündin “Parel".
Geboren am 4.Mai 1991 nach dem Internationalen Champion Grimm van de Hoge Laer & Jil durfte sie nur 10,5 Jahre alt werden.
Sie war bis auf eine Leberentzündung (nach zuviel Genuss von gespritztem Gras) immer topfit und unermüdlich. So traf uns
die Diagnose umso härter. Wir sagten manchmal im Scherz "Sie vergisst das Altwerden". Und so wurden wir schnell auf
den Boden der Tatsachen zurückgeholt.
Im Mai 2001, kurz nach der Läufigkeit, bekam sie schlimmen Durchfall, trank viel, magerte ab und wurde allgemein hinfällig.
Ein paar Untersuchungen und wir hatten die schreckliche Gewissheit: Sie litt an altesbedingter Diabetis mit Verdacht auf Pankreaskrebs
(der Verdacht bestand weil der Durchfall nicht unter Kontrolle zu bringen war, was nicht üblich ist bei Diabetis.) Leider konnten
wir das nur vermuten, da die Untersuchung dafür für Parel schmerzhaft, kompliziert (wegen des hohen Zuckers) und mit hohem
Risiko verbunden gewesen wäre. Diese Untersuchung wäre nur stationär und mit Narkose möglich gewesen, und kein
Tierarzt konnte uns garantieren, dass sie diese überlebt hätte. Der Gedanke sie dort in einer wildfremden Klinik *abzuliefern*
und nicht mehr lebend zu sehen, war unerträglich. Die Entscheidung war schnell gefällt. So lange mit Insulin und Diät
therapieren, bis wir merken das sie nicht mehr kann oder Schmerzen hat. Eine Zeit lang gelang es uns mit entsprechender Diät
und täglichen Insulinspritzen sie fit zu halten. Wir gewöhnten uns daran, dass alles nun nach Uhrzeit gehen musste. Füttern,
Pipi machen, um zu messen, Spritzen alles lief nach Plan. Das war gar nicht so einfach mit noch drei andern Hunden und einem 1,5 Jahre
alten Kind im Haus. Wir trauten uns nicht, sie eine Minute allein zu lassen, immer war die Angst da, sie könnte Hilfe brauchen,
wenn wir mal nicht da sind. Sie sollte keine langen Spaziergänge mehr machen (weil dann der Zucker wieder sinkt), kein Rudelstress!!
bei noch 3 andern im Haus lebenden Hunden !!!!!!!!!!! Ein fast unmögliches Unterfangen.
Eine Zeitlang gelang es uns sogar nur über die entsprechende Fütterung den Zucker zu kontrollieren. Aber wie befürchtet
sprach sie doch schneller als erwartet nicht mehr auf das Insulin an, und der Zucker wurde unkontrollierbar. Am 2 Dezember war sie
das letzte mal mit auf einem Belgierspaziergang, da ging es ihr schon sehr schlecht. Sie war schlapp und man sah ihr an, dass sie
nicht mehr die Alte war. Am nächsten Morgen brach sie mehrmals zusammen und konnte das Wasser nicht mehr halten, was für
sie eine Katastrophe war. Manchmal frag ich mich, was geschehen wäre wenn wir sie zu Hause gelassen hätten, wäre es
besser gewesen??????oder hätte sie mehr Stress gehabt wenn wir ohne sie gefahren wären. Niemand wird uns je diese Fragen
beantworten können.
Die Entscheidung, sie gehen zu lassen, war das Schlimmste, was wir je entscheiden mussten. Aber wir waren es ihr und auch den andern
Hunden schuldig. Wir haben rumtelefoniert mit Tierärzten, Züchtern, Freunden, aber niemand konnte uns die Entscheidung abnehmen,
die mussten wir ganz allein fällen. Einmal fragte ich unsern Tierarzt warum die Natur da nicht entscheidet, er sah mich an und
sagte: "Die Natur hätte schon lange entschieden, setzen sie das Insulin ab dann entscheidet die Natur..................aber
dann stirbt sie qualvoll".
An dem besagten 3. Dezember brach sie morgens zusammen, da hab ich ohne viel nach zu denken den Tierarzt angerufen. Jürgen,
den ich telefonisch auf der Arbeit über Parels Zustand informierte nahm sofort frei und kam nach Hause. Wir bestellten den Tierarzt
zu uns. Wir wollten, dass sie auf ihrem Lieblingsplatz in der Küche liegt. Als ob sie gewusst hat, warum der Tierarzt kommt,
legte sie sich dort hin, leckte uns noch mal die Hand, legte ganz entspannt ihren Kopf auf meine Hände, sah mich an ..............dankbar,
als wenn sie mir sagen wollt "Es ist besser so"..........Ob wir das Richtige gemacht haben, werden wir nie Erfahren, aber
wir haben versucht für Parel und auch für uns und ihre Rudelmitglieder, das Beste zu machen. Ihre Lebensuhr war abgelaufen,
und wir konnten daran nichts ändern. Wir haben sie auf “Haus Horrig” an ihrem Lieblingsplatz begraben, und hoffen,
dass sie dort, wo sie nun ist, noch viele andere Belgier trifft. Aber in unserer Erinnerung und in ihrer Tochter Chayenne-Parel wird
sie weiterleben.
Sie war unser erster gemeinsamer Hund, unser erster Belgier. Sie hat uns ein großes Stück unseres Lebens begleitet.
Sie hat alle Höhen und Tiefen mitgemacht, war immer eine treue Begleiterin. Sie hat uns geprägt und uns verändert,
was den Umgang mit Belgiern betrifft Sie ist die Begründerin unseres Zwingers “vom Haus Horrig”
Auf diesem Weg möchten wir Abschied nehmen von ihr und “Danke” sagen an
Frans und Marie Josee Verwimp van Loy Zwinger van´t Sparrebos, die uns das Leben mit ihr ja erst ermöglicht haben.
Frau Klapproth HZW im DKBS, Zwinger von Güldenwerth, die immer ein offenes Ohr für unsere Sorgen hatte, und manche Träne
mitgeweint hat.
DANKE!
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